„Feuerteufel von Limburg“ gefasst

Die Polizei hat den „Feuerteufel von Limburg“ gefasst, der in den vergangenen Tagen mehrfach kleinere Brände in der Limburger Innenstadt gelegt hat. Am frühen Mittwochmorgen hatten in der Galmerstraße zwei Altpapiertonnen gebrannt. Ein Anwohner alarmierte die Polizei, die kurz darauf einen Verdächtigen fasste. Es handelt es sich um einen 19-jährigen aus Limburg, der deutlich unter Alkoholeinwirkung stand. Inzwischen steht fest, dass der junge Mann für 13 solcher Brände verantwortlich ist, die er auch zugegeben hat. Bei Tatausführung dürfte er meist unter Alkoholeinwirkung gestanden haben und ein konkretes Motiv war nicht erkennbar. Da bei dem Tatverdächtigen von einer psychischen Beeinträchtigung auszugehen ist, ordnete der zuständige Richter die Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung an.

Eine junge Motorroller-Fahrerin ist gestern um 16.45 Uhr auf der B 54 in Dorchheim schwer verletzt worden. Die 16-Jährige wollte von der Kirchstraße aus die Bundesstraße überqueren und auf ein Tankstellengelände fahren. Die Jugendliche hielt zunächst an der Einmündung an und ließ einige Fahrzeuge durchfahren. Als sich aus ihrer Sicht eine Lücke ergab, wollte sie diese zum Überqueren der Siegener Straße nutzen. Da sich rechts von ihr ein Lieferwagen in Richtung Oberzeuzheim befand, konnte sie den von dort ankommenden Verkehr aber nicht genügend einsehen. Tatsächlich kam aus dieser Richtung gerade ein Auto angefahren und erfasste die querende Rollerfahrerin. Der 20-jährige Autofahrer aus dem Westerwaldkreis konnte umgekehrt den anfahrenden Roller aufgrund des entgegenkommenden Lieferwagens erst zu spät erkennen und den Zusammenprall nicht mehr vermeiden. Die Rollerfahrerin wurde erheblich verletzt und musste nach notärztlicher Versorgung ins Krankenhaus gebracht werden. Den vorgeschriebenen Schutzhelm hatte die Jugendliche zwar dabei, aber nicht aufgezogen.

Dieseldiebe werden selten geschnappt, jetzt gelang es aber einmal. Bereits Ende März waren an einer Baustelle der B 49 in Höhe Allendorf aus drei Baumaschinen insgesamt etwa 600 Liter Kraftstoff entwendet worden. Zwei Tage später haben Beamte der Chemnitzer Polizei auf einem Parkplatz an der A 4 Richtung Dresden die Fahrer von zwei polnischen Kleintransportern überprüft. Der Inhalt der geparkten, weißen Sprinter bestand offensichtlich aus gesammeltem Sperrmüll, jedoch waren darunter Kraftstoffkanister verborgen. In einem Fahrzeug befanden sich neun, in dem anderen 10 Kanister a 30 Liter, also insgesamt 570 Liter Dieselkraftstoff. Inzwischen konnte die Polizei ermitteln, dass es sich bei dem Diesel um den Kraftstoff handelt, der an der B 49 gestohlen worden war. Die beiden Polen im Alter von 24 und 31 Jahren wollen aber den Diebstahl nicht begangen haben. Sie hätten die gefüllten Kanister angeblich auf einer Rastanlage bei Limburg von einem unbekannten Mann gekauft, und zwar für insgesamt 500 EUR.

Im Laufe der vergangenen zwei Wochen wurden auf einem eingezäunten Betriebsgelände am Steedener Weg in Dehrn zwei Gelenkwellen an landwirtschaftlichen Maschinen abgebaut und gestohlen.

Während des verlängerten Pfingstwochenendes waren Randalierer auf dem Friedhof in Dauborn tätig. Dort wurde die komplette Toilettenanlage mutwillig zerschlagen. Hinweise an die Polizei: (06431) 91400.

In der Frankfurter Straße in Bad Camberg wurde in der vergangenen Nacht um 1.15 Uhr gegenüber einer Tankstelle das Altpapier in einer Mülltonne angezündet. Das Feuer wurde frühzeitig bemerkt und gelöscht. Dabei waren dem Helfer zwei Personen aufgefallen, die sich zu Fuß in Richtung Würges entfernten. Ob diese Personen etwas mit dem Feuer zu tun haben ist unklar.

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Über vtaktuell

Noch handelt es sich hier um ein Experiment. Dieses Blog soll meine journalistische Arbeit begleiten, in erster Linie mein Wirken auf lokaler Ebene in Westerwald, Taunus und dazwischen. Hier sollen Texte ihren Platz finden, die in anderen Print- und Onlineformaten nicht unterzubringen sind, ebenso ergänzendes Meinungs- und Hintergrund-Material zu meiner sonst eher nachrichtlichen Arbeit. Ich bin auch auf Facebook und bei Twitter vertreten, jeweils unter der Bezeichnung "vtaktuell".
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