Haus Nattermann: Weiter keine Entscheidung


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Gerade ist mal wieder eine denkwürdige Hadamarer Stadtverordnetenversammlung zu Ende gegangen. Anlass war erneut der Dauerbrenner „Haus Nattermann“, der die Hadamarer Politik inzwischen seit rund drei Jahren aufwühlt. Wieder ging es um die Sanierung der stadteigenen Altimmobilie am Schlossplatz, in der die Krippenausstellung untergebracht werden soll, die die Stadt vom ehemaligen Pfarrer Dieter Lippert geschenkt bekommen hat. Vier oder fünf Sanierungsvarianten, so genau wusste das irgendwann keiner mehr, standen im Verlauf der Sitzung zur Debatte. Keiner dieser Vorschläge fand eine Mehrheit, was bedeutet, dass die Frage, ob und wie genau das Gebäude saniert werden soll, weiter ungeklärt bleibt.

Neben diesem von Konfusion, mehreren Sitzungunterbrechungen und allgemeiner Ratlosigkeit begleiteten Thema blieb die Sitzung weitgehend ohne größere „Aufreger“. Bürgermeister Michael Ruoff legte den Entwurf für den Nachtragshaushalt 2011 vor, in dem das Defizit der Stadt mit 2,1 Millionen um 440.000 Euro geringer als geplant ausfällt. Hauptgrund dafür sind gute Baugrundstückverkäufe vor allem in Niederhadamar. Außerdem fielen die Gewerbesteuer-Einnahmen um 200.000 Euro höher aus als geplant. Auf der anderen Seite standen zusätzliche Ausgaben von 210.000 Euro für das Pilotprojekt zur Breitbandverkabelung sowie ebenfalls höhere Ausgaben bei verschiedenen Straßenbauten.

Schließlich musste sich Ruoff noch des Eindrucks erwehren, dass er die für 2016 geplante „Kleine Landesgartenschau“ an den Stadtverordneten vorbei vorantreibe. Mehrere Fraktionen sehen das Projekt kritisch, während Ruoff zu den Befürwortern zählt. Vor allem wurde ihm die Einleitung eines Darlehens-Sparvertrags für das Projekt bei der hessischen Investitionsbank angekreidet. Ruoff betonte jedoch, dass dieses Darlehen bei den kommenden Haushaltsberatungen jederzeit noch gestoppt werden könne.

Mein Kommentar zum Haus Nattermann.

Eine detaillierte Berichterstattung gibt es in den kommenden Tagen in der NNP, im WT und in der Heimatpost.

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Über vtaktuell

Noch handelt es sich hier um ein Experiment. Dieses Blog soll meine journalistische Arbeit begleiten, in erster Linie mein Wirken auf lokaler Ebene in Westerwald, Taunus und dazwischen. Hier sollen Texte ihren Platz finden, die in anderen Print- und Onlineformaten nicht unterzubringen sind, ebenso ergänzendes Meinungs- und Hintergrund-Material zu meiner sonst eher nachrichtlichen Arbeit. Ich bin auch auf Facebook und bei Twitter vertreten, jeweils unter der Bezeichnung "vtaktuell".
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2 Antworten zu Haus Nattermann: Weiter keine Entscheidung

  1. Pingback: Kommentar: Die schlechteste aller Möglichkeiten | vtaktuell

  2. Anonymous schreibt:

    Mal ganz abgesehen davon für was der Bürgermeister dieses sogenannte „zinslose Anspardarlehen“ verwenden will:
    Wie jeder weis, ist Hadamar hochverschuldet und somit ist jeder Euro den man ausgibt kreditfinanziert. Das bedeutet in der Konseqenz, dass ein sog. zinsloses Anspardarlehen mir kreditfinanzierten Raten angespart wird und wenn man es dann erhält, widerrum mit kreditfinanzierten Raten zurückgezahlt wird. Ist schon ein klasse Pllan ein zinsloses Anspardarlehen doppelt zu finanzieren. Man könnte angesichts dieser Tatsache auch einfach auf die Idee kommen, ein normales Darlehen dann aufzunehmen, wenn man die Mittel bernötigt. Noch besser wäre es allerdings, wenn man endlich aufhören würde immer neue Schulden zu machen und mit den Mitteln so umgeht, wier es jeder verantworliche Mensch mit seinen privaten Finanzen macht.. Mich wundert in Hadamar nichts mehr.
    Jürgen Heep
    Hadamar

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