Ein halbes Jahr vtaktuell


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Wenn man die paar Tage im August mal weglässt, gibt es dieses schöne Blog jetzt ein halbes Jahr. Nachdem ich nach einem Vierteljahr die Entwicklung sehr detailliert ausgewertet hatte, möchte ich es heute bei einigen wenigen Einblicken in die Statistik belassen.

Zunächst einmal ist das gesamte Zahlenwerk von einem Ereignis ordentlich aufgewirbelt worden: dem Erdbeben am 14. Februar. An diesem Tag habe ich fast 12.000 PIs erreicht, am nächsten Tag immer noch 820. Zum Vergleich: Der bis dahin stärkste Tag (irgendwann im November) lag bei 340. Das habe ich meinem relativ frühen Blogeintrag zu verdanken. Wenige Minuten nach dem Rumpeln und bis heute bekam und bekommt jeder, der einen Ortsnamen in Limburg und Umgebung mit dem Stichwort „Erdbeben“ zusammen bei Google eingibt, zuerst mein Blog angeboten. Auch die 190 Kommentare sind sehr beeindruckend. Selbst in den Monatsstatistiken zeigt sich der Effekt noch deutlich: Während im November als Tagesdurchschnitt 121 PIs und im Dezember 85 zu verzeichnen waren, hat das Erdbeben den Februar-Wert auf 565 katapultiert.

Nochmal zurück zur Auswertung Anfang Dezember: Mein damals angepeiltes Ziel, jeden Tag mindestens 50 Seitenabrufe zu erreichen, habe ich knapp verfehlt. Im Dezember und Januar gab es noch ein paar Tage, die deutlich darunter lagen. Seit Februar habe ich diesen Wert allerdings immer erreicht. Was die am meisten aufgerufenen Artikel angeht, hat sich das Erdbeben natürlich an die Spitze gesetzt. Davon und von den Meta-Seiten im Startseiten-Kopf abgesehen, bleiben meine Gedanken über miese Zeitungen, meine Kritik am Bistum und die Wahl in Hünfelden weiter top. Hier gab es also kaum Verschiebungen gegenüber der Dezember-Auswertung. Bei den Google-Suchanfragen findet sich zwischen den Begriffen aus dem Erdbeben-Umfeld tatsächlich „vtaktuell“ in der Spitzengruppe. Offenbar suchen einige Leute inzwischen gezielt nach meiner Seite.

Wichtig ist für mich natürlich das Gewinnen einer langfristig gebundenen Leserschaft. Da sehe ich einen leichten positiven Trend. Die PI-Zahlen gehen langsam, aber stetig nach oben. Hier hat das Erdbeben sicher auch einen gewissen Langfrist-Effekt erzielt. Seit dem 14. Februar habe ich an den meisten Tagen über 100 Seitenaufrufen gelegen. Ein Wert, der zuvor bestensfalls ein, zwei Mal pro Woche erreicht wurde. Zudem sind seit dem 14. auch eine Handvoll Follower aus Twitter und Facebook sowie E-Mail-Abonnenten dazugekommen. Allerdings will ich nicht verschweigen, dass ich mir da etwas mehr erhofft hätte. Nach einer anfangs relativ rasanten Entwicklung auf Twitter und Facebook geht es nur noch relativ zäh voran. Inzwischen haben beide Kanäle um die 120 Nutzer gefunden. Auch mein Facebook-Gewinnspiel am Anfang des Jahres war mit nur sechs neuen Gruppenmitgliedern doch recht enttäuschend. Diese Art der Werbung dauerhafter Beobachter werde ich so schnell sicher nicht mehr versuchen.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Erwerbssituation: Die ist nach wie vor praktische nicht vorhanden. Immerhin war der Februar der erste Monat, an dem über Flattr ein paar Cent mehr eingegangen sind als die zwei Euro, die man selbst aufbringen muss, um den Dienst zu nutzen. Damit bleibt er zwar immer noch ein Verlustgeschäft, aber ich habe mich entschlossen, Flattr noch mal drei Monate lang eine Chance zu geben.

Inhaltlich stelle ich derzeit die Weichen, mit einem mobilen Endgerät online gehen zu können. Das wird sich allerdings weniger auf das Blog selbst auswirken, als auf Twitter und Facebook. Für mich ist es vor allem ein Experiment, um Formen des mobilen Online-Journalismus im lokalen Umfeld zu erproben. Für das Blog ist weiterhin mittelfristig der Umzug auf eine eigene Domain geplant. Allerdings wird das sicher noch ein paar Monate dauern.

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Über vtaktuell

Noch handelt es sich hier um ein Experiment. Dieses Blog soll meine journalistische Arbeit begleiten, in erster Linie mein Wirken auf lokaler Ebene in Westerwald, Taunus und dazwischen. Hier sollen Texte ihren Platz finden, die in anderen Print- und Onlineformaten nicht unterzubringen sind, ebenso ergänzendes Meinungs- und Hintergrund-Material zu meiner sonst eher nachrichtlichen Arbeit. Ich bin auch auf Facebook und bei Twitter vertreten, jeweils unter der Bezeichnung "vtaktuell".
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3 Antworten zu Ein halbes Jahr vtaktuell

  1. Rainer Linden schreibt:

    Interessante Zwischenbilanz!

    Ich rechne in absehbarer Zeit selbst mit Blog und Twitter und Facebook und Veröffentlichungen bei suite101.de nicht mit nennenswerten Einkünften, die die Grössenordnung einer Pizza wesentlich überschreiten. Es ist eine mühselige Aufbauarbeit, die sich aber irgendwann einmal auszahlt (hoffe ich). Kürzlich habe ich live von einer Pressekonferenz getwittert und bekam einige positive Rückmeldungen.

  2. vtaktuell schreibt:

    Von Suite101 würde ich grundsätzlich die Finger lassen. Wenn überhaupt, ist das höchstens eine Zweitverwertungsplattform, beispielsweise für Ratgeber-Texte. Und selbst dann müsste vorher kristallklar sein, dass sich die eigentlichen Auftraggeber daran nicht stören.

    Was die Finanzierbarkeit betrifft, bin ich ziemlich pessimistisch. Dazu habe ich hier schon mal was geschrieben.

  3. Rainer Linden schreibt:

    Ich sehe suite101 als klassische Plattform für Zweit- oder Drittverwertung an. Meine Texte in abgeänderter Form gehören urheberrechtlich mir, und ich denke, daß ich beim Google-Ranking damit weiter komme als „nur“ mit einem Blog. Nun, wir werden sehen. In ein paar Jahren…

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