Psychiatrische Klinik Hadamar: Umbaupläne vorgestellt


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Langsam geht es voran mit den Sanierungsplänen für die forensische Abteilung der Vitos-Klinik in Hadamar. Während eines Besuchs des hessischen SPD-Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel wurde am Wochenende bekannt, dass inzwischen ein Bauantrag gestellt ist. Wenn von den Genehmigungsbehörden keine grundlegenden Einwände kommen und auch die sonstigen Vorbereitungen und Ausschreibungen wie geplant verlaufen, ist ein Baubeginn im kommenden Jahr möglich.

Den Plänen zufolge, die der Klinik-Geschäftsführer Martin Engelhardt präsentierte, wird lediglich ein Altgebäude, die Sporthalle, abgerissen. Stattdessen entstehen zwei neue Stationsgebäude. Für die Werkhalle der Arbeitstherapie ist eine Sanierung vorgesehen. An der maximalen Belegungszahl von 162 Forensik-Patienten wird sich nichts ändern. Das Volumen des Bauprojekts wird auf rund 40 Millionen Euro geschätzt.

Mit der Erneuerung der Forensik sollen die Modernisierungsarbeiten auf dem Mönchberg nicht enden. „Auch an der Allgemeinpsychiatrie müssen wir etwas tun“, sagte Reinhard Belling, Geschäftsführer von Vitos für ganz Hessen. Für die Mitte oder das Ende des Jahrzehnts peilt er für diese Abteilung ebenfalls Neubauten an. Damit soll für die Patienten ein „Hotelstandard“ bei der Unterbringung erreicht werden.

Die Umbauten der Forensik werden auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter der Klinik haben. „Nach dem Umbau wird das Haus leichter zu überwachen sein. Deshalb werden wir Personal im Sicherheitsdienst reduzieren müssen“, sagte Pflegedirektor Rainer Hönig. Er betonte aber, dass es zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen werde. Vielmehr beginne bereits jetzt eine interne Umschichtung. „Wir integrieren einen Teil des Sicherheitsdienstes in den Stationen“, sagte Hönig. Dort würden diese Mitarbeiter einfachere Aufgaben des Pflegedienstes übernehmen und damit den Pflege-Fachkräften mehr Freiraum für die anspruchsvolleren Arbeiten verschaffen.

Eine ausführliche Berichterstattung gibt es in den kommenden Tagen in der NNP und vielleicht auch im WT.

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Über vtaktuell

Noch handelt es sich hier um ein Experiment. Dieses Blog soll meine journalistische Arbeit begleiten, in erster Linie mein Wirken auf lokaler Ebene in Westerwald, Taunus und dazwischen. Hier sollen Texte ihren Platz finden, die in anderen Print- und Onlineformaten nicht unterzubringen sind, ebenso ergänzendes Meinungs- und Hintergrund-Material zu meiner sonst eher nachrichtlichen Arbeit. Ich bin auch auf Facebook und bei Twitter vertreten, jeweils unter der Bezeichnung "vtaktuell".
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