Viele Verletzte und unvernünftige Eltern


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Schwerer Verletzungen hat ein 17-Jähriger davongetragen, der heute Morgen kurz vor 6 Uhr mit seinem Moped verunglückt ist. Auf der abschüssigen und glatten Kreisstraße von Dauborn nach Niederselters unterwegs stürzte er vor einer Linkskurve und rutschte rund 20 Meter weit, bis er an die Leitplanken stieß. Ein hinter ihm fahrender Busfahrer alarmierte den Notarzt. Der Jugendliche wurde nach einer Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht.

Fast zur gleichen Zeit und ebenfalls auf glatter Straße verunglückte bei Hintermeilingen eine 52-jährige Autofahrerin aus Waldbrunn. In Höhe der Tannenschonung vor dem Straßenkreisel in Richtung Ellar und Steinbach kam sie nach rechts von der Straße ab. Ihr Auto fuhr einen Hang hinunter und schleuderte mit der Fahrerseite gegen einen Baum. Die Fahrerin wurde schwer verletzt und musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeugwrack befreit werden.

Gleich drei Verletzte, glücklicherweise nur mit geringen Blessuren, gab es bereits gestern Abend bei Staffel. Um 17.40 Uhr musste ein Fahrer auf der Elzer Straße in Richtung Limburg anhalten. Die ihm folgende Fahrerin blieb ebenfalls stehen, doch die Fahrerin des dritten Wagens fuhr auf. Die 47-jährige Unfallverursacherin aus Elbtal schob die beiden vorderen Autos aufeinander. Die beiden Insassen im vorderen und die Fahrerin des mittleren Wagens wurden leicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 20.000 Euro.

Ohne Verletzte, dafür bislang auch ohne bekannten Verursacher blieb in der vergangenen Nacht ein Unfall bei Weilmünster. Auf der B 456 in Richtung Grävenwiesbach war ein aus Weilmünster kommendes Fahrzeug auf winterglatter Fahrbahn in einer Kurve gegen die Leitplanken geprallt. Insgesamt waren sechs Felder der Planken samt Halterungen beschädigt. Offenbar schaffte es der Fahrer dennoch, mitsamt Fahrzeug vom Unfallort zu verschwinden.

Schlimme folgen hätte auch leicht das Verhalten haben können, das die Polizei heute früh an der Mittelpunktschule St. Blasius in Frickhofen festgestellt hat. Bei einer Verkehrskontrolle saßen in 26 gestoppten und überprüften Autos zwölf Kinder, die überhaupt nicht gesichert waren. Die Eltern müssen nun Bußgeld bezahlen. Besonders gravierend war der Fall eines neunjährigen Jungen, der mit Ranzen bepackt auf dem Beifahrersitz saß und natürlich nicht angeschnallt war. Die zu seiner ordnungsgemäßen Sicherung vorgeschriebene Sitzerhöhung lag im Kofferraum des Wagens. Der Mutter am Steuer wurde erklärt, dass bei einem Aufprall von 30 Stundenkilometern der Ranzen auf dem Rücken des Jungen mit dem 17-fachen seines Gewichtes Druck nach vorne ausübt, im vorliegenden Fall das Kind mit zusätzlich etwa 150 Kilogramm im Kreuz nach vorn geschleudert wird. Weitere Kontrollen dieser Art werden folgen, „zur Sicherheit der Kinder und für mehr Einsichtsfähigkeit bei den Eltern“, wie die Polizei erklärt.

Einbrecher waren in der Nacht zum Sonntag in der Freiherr-vom-Stein-Straße in Niederhadamar „zu Gast. Zunächst versuchten sie, die Terrassentür an einem Balkon aufzuhebeln. Schließlich gelang es, ein Fenster aufzubrechen und einzusteigen. Die Wohnung wurde durchsucht und neben Schmuck auch Bargeld entwendet.

Komplett mit sämtlichen Details gibt es den heutigen Polizeibericht Limburg-Weilburg nochmal hier.

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Über vtaktuell

Noch handelt es sich hier um ein Experiment. Dieses Blog soll meine journalistische Arbeit begleiten, in erster Linie mein Wirken auf lokaler Ebene in Westerwald, Taunus und dazwischen. Hier sollen Texte ihren Platz finden, die in anderen Print- und Onlineformaten nicht unterzubringen sind, ebenso ergänzendes Meinungs- und Hintergrund-Material zu meiner sonst eher nachrichtlichen Arbeit. Ich bin auch auf Facebook und bei Twitter vertreten, jeweils unter der Bezeichnung "vtaktuell".
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Eine Antwort zu Viele Verletzte und unvernünftige Eltern

  1. Senzafine schreibt:

    Leider wird auf die Sicherheit der Kinder in Autos viel zu wenig acht gelegt.
    Allein wenn ich seh wie hier Kindergartenkinder mit dem Auto abgeholt werden. Ohne Anschallen turnen die Kleinen auf Rückbank und Beifahrersitz. Aber ist ja nur ein kurzes Stückchen bis nach haus…. was für eine trügerische Aussage. Davon das man mit den Kind die Strecke auch zu Fuss laufen kann, fang ich gar nicht erst an. Die Gefahr ist dennoch auch bei den kurzen Weg da, jedoch nehmen sie viele nicht wahr oder wollen es aus zeitnot nicht. Zeitnot wegen einer Minute das Kind sicher anzuschnallen? 1 Minute die auf ca. 500m über das Leben eines Kindes entscheiden kann…

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