Rührige Einbrecher, glatte Straßen


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Die Polizei in Limburg hat wieder eine erhebliche Zahl von Einbrüchen vom Wochenende registriert. Besonders großer Schaden in Höhe von 4000 Euro wurde dabei in einem Bürogebäude in der Ste-Foy-Straße in Limburg angerichtet, denn die Einbrecher brachen nicht nur ein Fenster, sondern auch mehrere Innentüren auf und durchwühlten verschiedene Schränke. Ob etwas gestohlen wurde, ist noch nicht klar. Auch die Cafeteria der PPC-Schule in Limburg wurde geplündert. Mehrere volle und leere Getränkekästen sowie Süßigkeiten-Großpackungen verschwanden. Auf 1000 Euro schätzt die Polizei den Wert der Beute. auch die „Sportklause“ in Bad Camberg wurde zum Ziel von Einbrechern. Die Gaststätte wurde durchsucht und zumindest Schlüssel aus einer Schublade entwendet. Irgendwann im Verlauf der vergangenen drei Wochen wurde auch ein Lkw aufgebrochen, der in der Burgfriedenstraße in Dehrn stand. Ein Trennschleifer, eine große und eine kleine Flex verschwanden aus dem Führerhaus. In Weilburg versuchten Unbekannte außerdem, einen Parkautomaten am Parkdeck in der Mauerstraße aufzubrechen.

Immerhin in einem Fall wurden mutmaßliche Diebe geschnappt. In der Nacht zum Samstag entdeckten Polizisten bei einer Kontrolle im Industriegebiet Kubach im Kofferraum eines Autos nasse Reifen, die wohl kurz vorher eingeladen worden waren, sowie ein Radio, das laut Fahndungsinformationen gestohlen war. Die beiden Insassen im Alter von 22 und 33 Jahren konnten die Herkunft der Gegenstände nicht erklären. Die polizeibekannten Männer aus dem Lahn-Dill-Kreis wurden wegen dem Verdacht des Diebstahls und der Hehlerei vorläufig festgenommen und nach erkennungsdienstlicher Behandlung am Samstagvormittag entlassen. Nach den bisherigen Ermittlungen waren die gebrauchten Reifen vom Gelände eines Reifenhändlers im Keilswingert gestohlen worden.

Außerdem gab es am Wochenende in Limburg mehrere Fälle von Vandalismus der heftigeren Sorte. Auf dem Parkplatz des „Kauflands“ in der Westerwaldstraße versuchten Unbekannte, ein nicht zugelassenes Auto in Brand zu setzen, darüber hinaus wurden alle Reifen platt gestochen, die Spiegel abgetreten und die Antenne abgerissen. Ein brennender Mülleimer an der Ampel zum Industriegebiet Elbboden wurde in der Nacht zum Sonntag um 02.45 Uhr gemeldet. Ein weiterer Brand fiel um 6.00 Uhr in der Industriestraße auf. Vor einer Bäckereifiliale waren Zeitungen in einem Einkaufswagen in Flammen aufgegangen.

Gleich dreifach hat ein Autofahrer gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, den die Polizei gestern kurz vor Mitternacht in Laubuseschbach schnappte. Einer Streifenwagenbesatzung war aufgefallen, dass ein Auto in einer Seitenstraße abrupt stehen blieb und die beiden Insassen schnell die Plätze tauschten. Die folgende Kontrolle brachte zum Vorschein, dass der ursprüngliche Fahrer, ein 27-Jähriger aus Villmar, keinen Führerschein hatte. Der Volvo war auch nicht zugelassen, sondern mit Kennzeichen von einem anderen Wagen versehen. Außerdem zeigte der 27-jährige Anzeichen von Drogenkonsum, der sich später auch mit einem Drogenvortest bestätigte.

Ein Schrottauto, das in Laubuseschbach an einer Werkstatt gestohlen worden war, ist in der Nacht zum Samstag in Runkel wieder aufgetaucht. Offenbar war der Fahrer in der Schadecker Straße gegen eine Mauer geprallt und anschließend zu Fuß geflüchtet. Kurz nach 3 Uhr hatten Anwohner die Polizei verständigt, nachdem sie den unfallbeschädigten BMW mit laufendem Motor auf der Straße gefunden hatten. Der Wagen ohne Kennzeichen und Fahrgestellnummern war kurzgeschlossen und die Frontscheibe fehlte. Wer das Auto vorher irgendwo gesehen hat, sollte unter (06431) 91400 Kontakt mit der Polizei aufnehmen.

An seinem eigenen Geburtstag hat ein sturzbetrunkener 20-Jähriger am Samstagmorgen bei Dauborn einen Unfall gebaut, damit nicht nur seinen Führerschein verwirkt, sondern auch noch sich und seinem Beifahrer Blessuren beigebracht. Um 6.45 Uhr war der Wagen auf der Landstraße zwischen Dauborn und Kirberg nach rechts von der Straße ab gekommen, wo er sich überschlug und auf der Seite im Graben liegen blieb. Der junge Mann sowie sein 18-jähriger Beifahrer wurden leicht verletzt. Ein erster Alkoholtest ergab beim Fahrer 2,29 Promille.

Erhebliche Zweifel an dem Bericht des Fahrers hat die Polizei nach einem Unfall, der sich am Sonntag um 18.45 Uhr auf der Landstraße zwischen Schadeck und Runkel abspielte. Ein 29-Jähriger kam in einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab, übersteuerte nach links und prallte in die Leitplanke. Nach Angaben des Autofahrers war er einem Tier nach links ausgewichen, was allerdings nicht mit den Unfallspuren übereinstimmte. Tierspuren im Schnee wurden von den aufnehmenden Beamten auch nicht gefunden. Insgesamt entstand 5000 Euro Sachschaden.

Außerdem registrierte die Polizei am Sonntagabend und heute Morgen mehrere Glatteis-Unfälle. Kurz nach 21 Uhr geriet auf der B 49 geriet ein 24-jähriger Autofahrer kurz hinter dem Weilburger Kreuz ins Schleudern undn prallte mehrmals in die rechte Leitplanke. Dabei wurde sein Auto total und die Leitplanken auf rund 50 Metern beschädigt. Gesamtschaden: 13.000 Euro. Auf der Landstraße zwischen Steinbach und Ellar verlor um 21.40 Uhr eine 45-jährige Autofahrerin in einer Kurve die Kontrolle über ihren Wagen und schleuderte in den Straßengraben. Dabei erlitten sie und ihre 42-jährige Beifahrerin leichte Verletzungen. Das Auto besaß nur noch Schrottwert. Um 23.40 Uhr geriet zwischen Malmeneich und Elz eine 63-jährige Autofahrerin ins Schleudern und rutschte in den Graben. Dabei entstand 2000 Euro Sachschaden. Auf der Landstraße zwischen Niederselters und Haintchen kam kurz nach Mitternacht eine 46-jährige Frau ins Schleudern und kam von der Straße ab. Gesamtschaden: 3000 Euro.

Inklusive aller kleinerer Misslichkeiten gibt es den Polizeibericht Limburg-Weilburg hier zum nachlesen.

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Über vtaktuell

Noch handelt es sich hier um ein Experiment. Dieses Blog soll meine journalistische Arbeit begleiten, in erster Linie mein Wirken auf lokaler Ebene in Westerwald, Taunus und dazwischen. Hier sollen Texte ihren Platz finden, die in anderen Print- und Onlineformaten nicht unterzubringen sind, ebenso ergänzendes Meinungs- und Hintergrund-Material zu meiner sonst eher nachrichtlichen Arbeit. Ich bin auch auf Facebook und bei Twitter vertreten, jeweils unter der Bezeichnung "vtaktuell".
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